Von Bern durchs Emmental-2

Meine Abreise machte mich nervös. Ich konnte es kaum fassen, wie ängstlich ich mich fühlte. Alles Räsonieren verbesserte diesen Zustand nicht. Vier Monate Corona «Ferien» hatten offensichtlich meine Reise-Fähigkeit beeinträchtigt. Die Lockerheit war quasi dem Lockdown zum Opfer gefallen. Ich wusste jedoch, dass einfach Weitermachen hilft, die Angst zu besänftigen. Also fuhr ich nichtsdestotrotz frühmorgens los. Kaum war das unangenehme, stressige Gubristtunnel zwischen Zürich Richtung Bern durchdrungen, flog die Nervosität zum Fenster raus. 

BERN

Die erste Etappe auf der «Grand Tour of Switzerland» führte von Bern durchs Emmental, mein erster Parkplatz fand ich beim Rosengarten. Voller freudiger Erwartungen blickte ich auf die schneckenförmige, braungesprenkelte Berner Altstadt hinunter. Ich wollte meine Schweizer Reise mit Überblick beginnen. Gemütlich stieg ich sodann zum Bärengraben hinunter, setzte mich ein paar Minuten zu Albert Einstein auf ein Bänklein. Ja auch er war da. Allerdings 1905 hatte er in Bern gelebt und seine Relativitätstheorie entstand hier.

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Zibelemärit in Bern

Mit Konfetti bunt besprenkelt und gefühllosen Fingerspitzen, kehrte ich nach drei Stunden Zibelemärit ins Hotel zum Frühstück zurück. Der Zug hatte mich schon am Sonntag nach Bern gebracht, damit ich mit den Einheimischen dort sein konnte. Jedes Jahr am letzten Montag im November verkaufen die Bauern und Händler der Region Bern und Jura ihre kunstvoll geflochtenen Zwiebelzöpfe und dies bereits ab vier Uhr morgens. Weiterlesen

3. Eine ungeplante Ostergeschichte – Zu Fuss von Steckborn nach Stein am Rhein

Leinen los! Die Schifffahrt Saison hat gestartet. Was mich allerdings reichlich verwirrte, als ich frühmorgens zwei Wochen vor Ostern im Güterhof zum ersten Kaffee eintraf, war das fehlende Kursschiff. Pünktlich jedoch zur Abreisezeit näherte sich die „Thurgau“ von der Werft , unter der Eisenbrücke hindurch, zur Anlegestelle. Und nun sitze ich gemütlich und genüsslich beim Schiffers Frühstück, während das Schiff sich langsam den Rhein hoch stemmt.

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1. Etappe – Unterwegs nach Basel – Schaffhausen nach Flaach

Ich will die kleinen Träume leben. Davon werden meine nächsten unterwegs Geschichten erzählen. Ich liebe es, kleine und grosse Projekte zu planen. Ehrlich gesagt, habe ich über die Jahre festgestellt, dass ich nicht so sehr plane, als dass ich einfach mache und deshalb werde ich immer mit gewissen ungeplanten Überraschungen konfrontiert.

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