Letzter Bericht aus Downunder

Meine letzten Tage auf der anderen Seite der Erde sind abgezählt. Heute Sonntag sitze ich bei grellem Sonnenschein, lauem Lüftchen und lockeren 21 Grad in einem Café in Gisborne. Ein ländliches und mit neuen Ansiedlungen verzetteltes Country-«Kaff», das nichts Aufregendes, Spektakuläres oder sogar Historisches aufweist. Jedoch ein Ort mit allem was man braucht. Jeden Nachmittag fahre ich ins Dorf, wenn es auch nur ist, um einen Cappuccino take away zu trinken. Ich suche etwas Abwechslung und Betrieb, um dann zufrieden in die Idylle und Stille der Farm zurückzukehren. Bevor meine Schwester und ich für zwei Wochen nach Neuseeland reisen, will ich zurückblicken auf diese sehr besondere Zeit.

Weder bin ich gereist, noch habe ich «Aussergewöhnliches» erlebt, aber ich habe Ausflüge in die nähere Umgebung und nach Melbourne unternommen. Das Einmalige und Besondere dieses Aufenthaltes indes ist, dass ich zu meiner Kreativität zurückgefunden habe, zu meiner wilderen Seite. Sie ist es, die es liebt, sich in Zeit und Raum zu verlieren, die atemlos in Farben, Stiften und Papier eintauchen kann, um beglückt und energiegeladen zurückzukehren. Sie hat mir geholfen einiges aus der Vergangenheit abzulegen. Endlich darf ich mich in den Freiheiten des verdienten und unbeschwerten Rentnerlebens tummeln. So wild wird es auch wohl nicht werden. Denn ich freue mich auf mein Haus, Lily den Hund, Freunde und Familie, die Nachbarschaft und den Garten. Nicht zu vergessen den Frühling.

Drei-und-dreissig Bilder liegen in der Mappe bereit für die Reise über die Ozeane. Sie erzählen allesamt von meinen Freunden, der Tierwelt, sowie von den Ocker-, Gelb-, Blau- und Olivfarbtönen, die diese Landschaft auszeichnen, von dem ungestümem Wetter und von stetig wechselnden rauschenden Himmeln, die einem einer Achterbahn gleich durch die Tage schleudern.

Schafe und Gatter – Oft gehören meine Bilder zu einer Gruppe.

Das sind vier einzelne A3 Bilder, die ein zu Ganzes bilden, aber nicht müssen. (Leider mit meinem Schatten) Ich werde die Abend vermissen, an denen ich an die 50- 100 Kängurus über die Felder hüpfen sehe, während ich genüsslich ein Glas Wein trinke. Mein Fernglas ist immer präsent.

Daphne, die Elster im Regen. Ein kleines Bild.

Ein „Dam“ mit Schafen.

Stimmung auf den Feldern.

Agapanthus, die blaue Iris verwandte Pflanze, die in allen Auffahrten blüht und allmählich zum Unkraut erklärt wird.

Noch ein 4er Bild. „Meine Schwester und ich“ Eine Schwester ist ein kleines bisschen Kindheit, das man für immer behalten darf.“

Auf dem Weg zu…

Zur Zeit arbeite ich noch (2 Tage) an einem neuen 4er Bild. Jan, mein Neffe hat mir „Swap seed“ gezeigt, mit dem ich Bilder verändern kann. Ein Mords Spass. Die oft langweiligen Bilder von Gebäuden, Maschinen oder Landschaften erhalten plötzlich Dramatik und ungeahnte Perspektiven. Jetzt habe ich die Fotos in Bilder integriert und darum herum weiter gemalt. Sehr spannend und aufregend. Hier meine ersten zwei kleinen Werke. Ein grösseres ist wie gesagt in Arbeit.

Heuwender Farm Maschine.

Downtown Gisborne wird zur Goldgräberstadt.

Ich wünsche Euch ein paar lichte Tage ob im Schnee oder an der Vorfrühlingssonne.

14 Gedanken zu “Letzter Bericht aus Downunder

  1. Danke für die schönen Bilder! Geniesse deine „letzten Tage“ auf der anderen Seite der Erdkugel – e gueti Ziit und dänn en sichere Rückflug wünsch i Dir!
    En liebe Gruess
    Heidi 👋

  2. Monika Eggenberger

    Liebe Frau Prager. Danke, dass Sie mich an Ihren Erlebnissen teilnehmen lassen und aus Ihren Bildern kann man erkennen, wie gut es Ihnen geht. Ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise und freue mich auf ein Wiedersehen. Mit lieben Grüssen, Monika Eggenberger

  3. Liebe Verena – ich bin fasziniert von deiner Erzählkraft, von deiner neu erwachten Kreativität, deine wunderschönen gemalten Eindrücke – ich freue mich sehr auf dein Heimkommen und wünsche mir sehr, deine Bilder in Natura zu betrachten und dazu deinen Erzählungen zu lauschen. Geniesse die Zeit mit deiner Schwester in Neuseeland – ja ein Stück Kindheitserinnerung bleibt immer in unseren Herzen. Es ist gut so. Sei umarmt – und eine gute sichere Heimreise – ich freue mich so für dich…herzlich Brigitte

  4. Liebe Verena, ich bin beeindruckt von Deinen wunderschönen Bilder. Geniesse die Zeit mit deiner Schwester in Neuseeland. Ich wünsche Dir dann einen guten Heimflug. Bis bald ! Ursula

  5. so cool to see your new impressions of down under.. we are waiting for your return.. the bottle of ‚white ‚ is cool for you… lg linda

  6. Tolle Bilder und vor allem wunderbare Farben. Malen ist die intensivste Art, Bilder abzuspeichern und zu behalten. Genieße die letzten Tage der Reise in vollen Zügen.
    Ich bin gerade in Flims und genieße den traumhaften Tiefschnee. Leider nur bis zum Wochenende.
    Alles Liebe und gute Rückreise
    Christopher

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