Tennis zwischen Südpol und Wüste

TEnnis.pngDie prophezeite Rekordhitze ist eingetroffen, klagen wir. «The weather as usual» befinden die Australier. Was sich an der Wetterfront täglich hier in Victoria abspielt, will ich Euch heute erklären, aber zuerst warum genau heute. Heute Abend um 19.30 Uhr werden mein Schwiegersohn und ich in der Rod Laver Arena schmachten und bei der Schlacht im Halbfinal zwischen Djokovic gegen Pouille dabei sein. Ihr werdet uns vielleicht zwischen 15’000 Zuschauern entdecken, wie wir irgendwo in den mittleren Reihen dahinschmelzen. Wir wissen nicht, wer gewinnen wird, wir wissen einzig, dass es ein verrückter Wettertag ist. Erst steigt die Temperatur auf 44 Grad und dann so gegen 17 Uhr fällt alles um 15 Grad innert 20 Minuten zusammen. Wir werden leiden, halb verdursten und vielleicht jammern, aber wir werden jede Minute aufsaugen, mitjubeln und glücklich sein, dass wir dabei sind.

Bereits im vergangenen August hatten wir diese Tickets gekauft und nun ist der Tag gekommen. Australian Open findet im Hochsommer statt und es ist immer tierisch heiss. Es gehört dazu.

Während die heissen Winde um das Haus pfeifen, will ich von meinem extremsten Tag hier nordwestlich von Melbourne berichten. Unlängst erwachten wir bei acht Grad und dichtem Nebel. Wollpullover und Fellfinken gehören zum Morgenoutfit an solchen Tagen. Bis zum Mittag stieg die Temperatur auf über 38 Grad. Es war kaum auszuhalten, so plötzlich war die Hitze mit dem Nordwind hereingebrochen. Türen auf zum Wärmen, zum Abkühlen dann Luken dicht, Ventilator an, dann ab und abends als ebenso dramatisch die Temperatur um dreissig Grad sank, und leichter Nieselregen über die Landschaft zog, zündeten wir ein Feuer an. Natürlich sind die Häuser eher mässig isoliert, die Fenster einglasig und scheppernd.IMG_6524 2.jpegAn solchen Tagen setzt sich der Sturm im Kopf fort, der Körper wehrt sich und ist andauernd im «Update Modus». Alles ist normal hier, denn wir befinden uns zwischen Südpol und Wüste zwischen „Cold Temperte und Arid“.

Und übrigens: Louisa ist gesund und gaggert träge dem Schatten nach. IMG_6522.jpegIMG_5821.jpegIMG_6447.jpeg

Ein Gedanke zu “Tennis zwischen Südpol und Wüste

  1. Barbara Ritzmann-Prager

    Ich bin froh, dass der Südpol wieder so quasi den Aufwind hat. Die Filzpantoffeln sind gemütlich !! Tolle Fotos !

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