Geburtstag in Zeiten von Corona

Es war ein wunderbares Fest. Es hat sich jederzeit gelohnt. Und das trotz Wetterkapriolen und Social Distancing.

Als Ende Mai die Coronazeit gelockert wurde, wollte ich meinen Geburtstag wie alle Jahre feiern. Ich wollte Freunde, Familie und Nachbarn einladen. Zusammen sein und sorgenfrei in die Sommernacht hinein feiern. Ich habe es vermisst, mit anderen Menschen entspannt zusammen zu sein. Dass die Umstände nicht einfach würden, realisierte ich erst allmählich. Social Distancing und dies bei Schlechtwetter war ein Herausforderung.

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Von Bern durchs Emmental-2

Meine Abreise machte mich nervös. Ich konnte es kaum fassen, wie ängstlich ich mich fühlte. Alles Räsonieren verbesserte diesen Zustand nicht. Vier Monate Corona «Ferien» hatten offensichtlich meine Reise-Fähigkeit beeinträchtigt. Die Lockerheit war quasi dem Lockdown zum Opfer gefallen. Ich wusste jedoch, dass einfach Weitermachen hilft, die Angst zu besänftigen. Also fuhr ich nichtsdestotrotz frühmorgens los. Kaum war das unangenehme, stressige Gubristtunnel zwischen Zürich Richtung Bern durchdrungen, flog die Nervosität zum Fenster raus. 

BERN

Die erste Etappe auf der «Grand Tour of Switzerland» führte von Bern durchs Emmental, mein erster Parkplatz fand ich beim Rosengarten. Voller freudiger Erwartungen blickte ich auf die schneckenförmige, braungesprenkelte Berner Altstadt hinunter. Ich wollte meine Schweizer Reise mit Überblick beginnen. Gemütlich stieg ich sodann zum Bärengraben hinunter, setzte mich ein paar Minuten zu Albert Einstein auf ein Bänklein. Ja auch er war da. Allerdings 1905 hatte er in Bern gelebt und seine Relativitätstheorie entstand hier.

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Grand tour of Switzerland – 1

Teil 1 – Tapetenwechsel

Es gibt ein neues Projekt in meinem Leben, das mich die nächsten Monate gelegentlich begleiten wird. In den letzten zwei Beiträgen erzählte ich von meinen Corona Projekten, von meinen Werten, die mich die Zeit in der Quarantäne positiv überstehen liessen. Kreativität, Neugierde und Abenteuer, aber auch Sicherheit sind wichtig für mich. Ich will das momentane Ungleichgewicht von Sicherheit und Erlebnis etwas aufpeppen. Nicht nur mit dem Zeigefinger auf einer Karte reisen, sondern mit vier Rädern unter dem Hintern. Weg fahren, Neues entdecken oder wieder entdecken. Wie soll es aussehen, dieses neue Projekt?

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Unterwegs in Corona – Teil 1

Ich stieg auf den höchsten Berg, fiel in tiefe Schluchten, verirrte mich in dunklen Wäldern, roch an süssen Blüten, hörte den Wind rauschen, spürte das Prickelnd des Regens auf meiner Haut, suchte Schutz vor Kälte und Hitze, duckte mich im Finstern, erhob mich in leichten Gewändern und beging neue Wege. Jetzt bin ich wieder „angekommen“. In einer neuen Normalität. (Schaffhausen gehört zu den glücklichen Orten mit sehr wenigen Ansteckungen und Toten.)

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Grün, die neue Farbe

Vor ein paar Tagen: Nach viel Regen, Blitz und Donnerschlägen mit entsprechend kühlen Temperaturen, scheint die Luft gewaschen. „Die Wassertanks sind voll“, freuen sich alle, was für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Die zauberhafte Verwandlung der Landschaft ist jedesmal ein Wunder. Wo sich seit meiner Ankunft nur verstörte, gelbe Felder, trauernde Bäume und Blumen gezeigt hatten, hat ein satter, grüner Flaum das Blickfeld überzogen. Herrlich. Und heute dann, der knall-blaue Himmel, wie ich ihn jetzt noch kaum erlebt habe, perfekte Sommertemperatur und ein Gefühl von freudiger Normalität. 

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Ewig Feuer

Collagen aus meinem Skizzenbuch

Ich wollte über die Feuer, die verbrannten Landschaften, die verendenden Tiere und über die Wut der Bevölkerung schreiben. Über den Premier Minister mit seiner Regierung, die Dürre und Feuer nicht mit dem Klimawandel in Zusammenhang bringen wollten. Das war vor Weihnachten. Ich liess es sein. Schliesslich hatte das Volk ihn klar gewählt. Es gibt nichts was nicht schon überall geschrieben und gesagt wäre. Er hat Fehler gemacht, hat weltweit für Kopfschütteln gesorgt, ob seinen Aussagen und Taten. Scott Morrison hat nun Truppen in die notleidenden Gegenden geschickt und Geld für den Aufbau gesprochen. Nun stellt er Hilfe vor Budget. Seine Aussage, dass die Feuer nichts mit Klimawandel zu tun hätten, ist am Bröckeln. Gut so. Es tut sich viel Positives.

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Ein Koala zum Neuen Jahr

(unbedingt Film zuunterst anschauen)

Neujahrs morgen. Ich entfliehe den erschreckenden Nachrichten, den Bildern von Feuer, Rauch und leidenden Tieren. Gebrochene Menschen stehen auf Schutthaufen, die einst ihr Zuhause waren. Ich bin weit genug entfernt von den aktuellen Bränden, um einen Tag auf dem Hausberg nahe Gisborne zu verbringen. Mt Macedon, auf 1000 Metern gelegen, hat ein kühleres Klima, wunderbare Parklandschaften, Eukalyptuswälder und Wanderwege für jeden Geschmack.

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Venedig – zeichnerisch unterwegs

Zweifelsohne, Venedig ist wunderschön, spannend, hinreissend, einmalig und beim Thema Kreuzfahrtschiffe äusserst kontrovers. Zeichnerisch dieser Stadt zu begegnen, meine neue Herausforderung. Ich wollte endlich mal besser zeichnen lernen, mich mit Perspektiven und Wasserfarbe auseinander setzen. So habe ich einen „Urban sketching„ (städtisches Zeichnen) Kurs in Venedig gebucht.

Und das ist mein Fazit nach den ersten zwei Tagen. Zuviel Linien an Häusern, Gassen, Fenstern, Giebeln und dann all die Pflöcke, Pfosten, Kamine, Pflastersteine, Fahnenstangen.

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